Mustang Club of Switzerland

since 1980

Mustang Modellautos
zurück  zu Top
Aufgrund    der    Popularität    des    Ford    Mustangs    sind    in    all    den    Jahren    tausende    von    Mustang    Modellen erschienen.    Da    eine    Sammlung    von    realen    Modellen    für    die    meisten    unrealistisch    ist,    ist    eine Modellsammlung natürlich naheliegend. Es    gibt    wohl    kaum    einen    Mustang    Fahrer    der    nicht    ein    Mustang    Automodell    zu    Hause    hat.    Die Sammelstrukturen   sind   verschieden   und   gehen   von   genau   einem   gesuchten   Modell   (das   man   selbst   fährt oder   mal   besessen   hatte),   über   das   Modell   gefällt   mir   (d.h.   ohne   System)   bis   zu   Sammlern   die   nach Sammelkriterien    wie    Masstab,    Machart    (Plastik    oder    Metall),    Qualität,    Sondermodelle    oder    einfach Vollständigkeit die Modelle zusammen tragen. System im System

Masstäbe

Auf der obersten Ebene lassen sich die Modelle am einfachsten nach Masstäben kategorisieren. Die   mehr   oder   weniger   genormten   Masstäbe   reichen   von   1/8   für   die   grössten   Modelle   bis   zu   1/87   für   die kleinsten   Modelle.   Es   gibt   aber   auch   Hersteller,   die   es   mit   dem   Masstab   nicht   so   genau   nehmen,   entweder gar   keinen   haben   oder   aufdrucken   bis   zu   Herstellen   die   den   Masstab   zwar   deklarieren   aber   das   Modell   gar nicht   diesem   entspricht      und   das   muss   nicht   mal   ein   Noname   Hersteller   aus   Fernost   sein,   sondern   ist   auch bei dem bei uns häufigen Hersteller Burago zu finden.

Masstab 1/8, 1/12 und 1/16

Das    sind    die    drei    Grossmasstäbe    hier    gibt    es    nur    ganz    wenige Hersteller   und   Einzelmodelle.   Für   den   Mustang   lassen   sich   diese   an einer Hand abzählen -> siehe Modelle 1/8, 1/12 und 1/16

Masstab 1/18

Dieser   Sammlermasstab   kam   Mitte   der   80er   Jahre   vor   allem   mit   dem Hersteller   Burago   in   Europa   und   Ertl   in   Amerika   auf   und   erlebte   ab   den 90er   Jahren   einen   richtigen   Boom   bei   den   Modellautosammlern.   Der Vorteil   dieses   Masstabes   ist   die   bessere   Detailtreue   und   auch   die   in   der Regel   zu   öffnenden   Türen,   Hauben   und   Kofferdeckel   und   damit   einer Nachbildung    des    Interieurs    und    des    Motors.    Mittlerweile    ist    dieser Masstab    etabliert,    erreicht    aber    nie    die    Vielfalt    des    eigentlichen Sammlermasstabs    1/43,    da    der    Platzbedarf    doch    um    einiges    grösser    ist. Übrigens   die   ersten   beiden   1/18   Mustang   Modelle   waren   ein   1970   302   Boss   Mustang   in   grabber   yellow   (mein erstes   Mustangmodell!)   und   ein   1970   429   Boss   Mustang   in   calypso   coral,   beide   von   Ertl.   Sie   waren   1991 erstmalig in der Schweiz exklusiv in der Waro erhältlich. -> siehe Modelle 1/18

Masstab 1/25 und 1/24

Der   Masstab   1/24   bzw.   1/25   ist   vor   allem   bei   den   Plastikbausätzen   sehr beliebt.   Schon   in   den   fünfziger   Jahren   kamen   diese   Plastikbausätze   vor allem   in   Amerika   auf   den   Markt   und   diese   erlebten   in   den   70er   Jahren einen      wahren      Boom.      Daneben      gab      es      aber      auch      immer Druckgrussmodelle   in   diesem   Masstab   Bspw.   von   Franklin   Mint.   Es   ist   in der   Regel   auch   der   Kinderspielzeug   Masstab   und   deshalb   gibt   es   auch hier   relativ   viele   Modelle   aber   teilweise   mit   sehr   schlechter   Detailtreue. Auch   die   Plastikbausätze   gibt’s   heute   immer   noch,   sie   sind   aber   heute hier bei uns kaum verbreitet. -> siehe Plastikmodelle 1/24 & 1/25

Masstab 1/32

Dieser    Masstab    ist    sehr    selten    und    kein    echter    Sammlermasstab,    die grösste   Verbreitung   hat   er   bei   den   Plastikbausätzen,   wo   es   ein   Handvoll Mustang   Modelle   gibt.   Ausserdem   ist   das   der   Masstab,   welcher   häufig   bei den   Autorennbahnen   Verwendung   findet   doch   diese   Modelle   werden   selten von Automodellsammler gesammelt. -> siehe Plastikmodelle 1/32

Masstab

1/43

Der   Masstab   1/43   ist   der   echte   Sammlermasstab,   heute   kann   man   sagen,   dass   es   eigentlich   praktisch   jedes Automodell   in   diesem   Masstab   gibt.   Von   allen   neuen   Autos   legt   schon   der   Autohersteller   eine   Serie   Modelle auf.   Seit   Anfang   2000   erlebte   dieser   Masstab   quasi   eine   Renaissance,   da mit    der    Handfertigung    in    Fernost    die    Detailierung    um    ein    vielfacheres besser   wurde.   Allen   voran   läutete   u.a.   der   Hersteller   Minichamps   diesen Wandel   ein.   Mittlerweile   gibt   es   so   quasi   wie   zwei   Gruppen   in   diesem Masstab,    die    Modelle    vor    2000    und    die    danach.    Es    ist    ein    frappanter Unterschied   in   der   Detailierung   der   Modelle.   Daraus   gibt’s   zwei   Arten   von Sammlern,   die   Sammler,   die   die   alten   Modelle   sammeln,   diese   werden   aber immer    weniger    was    auch    eher    zu sinkenden   Preisen   führt   (obwohl   dort   die Vielfalt    und    Menge    der    Modelle    um    einiges geringer    ist)    und    den    Sammlern    die    ‚quasi‘    die    ‚schönen‘    d.h. detaillierten Modelle sammeln. -> siehe Modelle 1/43.

Masstab 1/64 (plus-minus)

Der   Masstab   1/64   ist   quasi   der   Matchox   Masstab   (für   die   Älteren)   oder Hot    Wheels    (für    die    Jüngeren).    Dieser    Masstab    kommt    wirklich    von    der Zündholzschachtel.   Die   englische   Firma   Lesney   brachte   Anfangs   der   50er   Jahre   Modellautos   auf   den   Markt, die    in    einer    Zündholzschachtel    Platz    hatten.    Diese    Modelle    kamen    alle    in    einer    schön    gemachten Kartonschachtel   auf   den   Markt   und   die   Marke   wurde   Matchbox   genannt. Neben   den   Hot   Wheels   Modelle,   welche   eigentlich   als   Spielzeug   gedacht   sind (aber   auch   hier   sind   Sammler   vorhanden)   gibt   es   mittlerweile   auch   Hersteller die   Sammlermodelle   in   diesem   Masstab   produzieren   Bspw.   Johnny   Lightning oder Greenlight. -> siehe Modelle 1/64

Masstab 1/87 (H0)

Die   Modellautos   in   diesem   Masstab   sind   eigentlich   für   die   Modelleisenbahnfreunde   im   Masstab   H0   gedacht. Die   Modelle   waren   früher   recht   rudimentär   als   einfache   Plastikmodelle   in   einheitlicher   Farbe   erhältlich. Mittlerweile   gibt   es   aber   auch   Hersteller,   die   sehr   detaillierte   Modelle   mit Chrom   und   Bemalung   herstellen.   Die   Vielfalt   und   Menge   steigt   auch   hier und   es   zeichnet   sich   evtl.   auch   ein   Sammlermasstab   ab,   der   Vorteil   hier   es braucht   wenig   Platz   und   die   Modelle   sind   relativ   günstig.   ->   siehe   Modelle 1/87

Plastik oder Metall

Natürlich   gibt   es   auch   Holz,   Papier,   Blech   oder   Modelle   aus   anderen   Materialien   aber das lassen wir mal aussen vor. Druckguss (oder DieCast) Modelle Diese   Machart   ist   die   häufigste   Form   für   Modellautos.   Früher   waren sie   fast   vollständig   aus   Metall,   nur   Reifen   und   Scheiben   waren   aus Kunststoff.   Sie   waren   in   erster   Linie   als   Spielzeug   gedacht   und mussten    stabil    sein.    Die    Detailierung    litt    aber    unter    dieser Herstellung.   Seit   den   80er   Jahre   werden   vermehrt   Kunststoffteile verwendet   und   damit   steigt   die   Detailierung.   Bei   den   heutigen Druckgussmodellen   Sammlermodellen   ist   praktisch   nur   noch   die Karosserie   (ohne   den   Boden)   aus   Metal,   der   Rest   ist   aus   Kunststoff o    d    e    r      sogar   Stoff   oder   Leder   für   das   Interieur   werden   verwendet.   Praktisch   alle Druckgussmodelle    werden    als    Fertigmodelle    angeboten,    es    gibt    ein    paar    wenige    Ausnahmen    von Metallmodellbausätzen im Masstab 1/24 oder 1/18 oder dann auch ‚Edelbausätze‘ im Grossmasstab.

Plastik-Modelle

Die   häufigste   Form   der   Plastikmodelle   findet   man   bei   den   Plastikbausätzen   sowie   die   1/87   Modelle   sind eigentlich   fast   alle   aus   Plastik.   Plastikmodelle   werden   weit   weniger   gesammelt   und   vor   allem   bereits zusammengebaute   Plastikbausätze   sind   wenig   gefragt,   da   deren   Qualität   des   Zusammenbaus   ja   in   der   Regel nicht   die   beste   ist.   Es   gibt   hier   Ausnahmen,   ein   perfekt   gebautes   Modell   oder   gar   spezifische   Nachbildungen eines   originalen   Autos   als   Einzelstück   können   sehr   teuer   sein.   Es   gibt   eine   ganze   Reihe   von   Sammlern,   die sich    auf    Plastikbausätze    spezialisiert    haben,    diese    sammeln    die Autos aber alle in den Schachteln, da wird nichts zusammengebaut!

Resine Modelle

Neben   den   Druckguss   und   Plastik   Modellen   gab   und   gibt   es   Modelle   aus   Resine   ist   ein   spezieller   Kunststoff   den   man   unter   Druck   spritzen   kann,   auch   als Spritzgusstechnik   bekannt.   Damit   wurden   Modellautokarosserien   in   Kleinstserien   hergestellt   und   als   Bausatz verkauft.   Seit   ein   paar   Jahren   kommen   nun   auch   Fertigmodelle   auf   den   Markt,   die   in   dieser   Technik hergestellt   sind.   Allen   voran   die   Hersteller   NEO   im   Masstab   1/43   und   Ottomobile   im   Masstab   1/18.   Diese Modelle   zeichnen   sich   durch   höchste   Detailierung   aus,   die   Türen   und   Hauben   lassen   sich   jedoch   nicht   öffnen und    es    sind    wirklich    reine    Ausstellungsmodelle,    teilweise lassen sich nicht mal die Räder drehen.

Detaillierung und Qualität

Neben    dem    Masstab    spielt    sicher    die    Detailierung    und Qualität    der    Machart    eine    Rolle.    Klassischerweise    gibt    es auch   hier   ein   Bewertungssystem   von   einem   bis   fünf   Sternen.   Die   Detailierung   und ä    hat   bei   den   Modellautos   in   der   Regel   einen   direkten   Zusammenhang   mit   dem   Preis.   Ein   und   zwei   Sterne Modell   sind   von   CHF   10   bis   CHF   30.-   erhältlich.   Gute   Modelle   3-4   Sterne   kosten   zwischen   CHF   40   und   CHF 80.-,   die   vier   und   fünfsterne   Modelle   beginnen   bei   rund   CHF   80.-   und   reichen   bis   rund   CHF   200.-.   Darüber bewegen sich nur Exoten oder dann vergriffene Sammlermodelle. 5 Sterne Fünf Sterne erhalten Modell, die folgende Kriterien erfüllen Korrekter Masstab und korrekte Modellvariante Korrekte Proportionen und gute Spaltmasse bei der Karosserie Korrekt Farbgebung und deren Ausführung Perfekte Detailierung der Karosserie Korrekter Innenraum und Motorraum (sofern vorhanden) Technische Funktionalität von Fahrwerk, und zu öffnende Karosserieteile Typische Vertreter dieser Kategorie sind die Hersteller: GMP, AutoArt, Lane

4 Sterne

Abzüge bei 1-2 Punkten der 5 Sterne Bewertung. Typische Vertreter dieser Kategorie sind die Hersteller: Greenlight, Highway, SunStar

3 Sterne

Sie    stellen    den    Durchschnitt    dar,    d.h.    sie    müssen    masstabsgerecht,    in    der    korrekten    Farbe    und Modellvariante   sowie   in   guter   Machart   sein.   Kleine   Abstriche   bei   der   Farbauftragung,   der   Detailierung   oder der Funktionalität sind möglich. Typische Vertreter dieser Kategorie sind die Hersteller: Ertl, Maisto, Mattel, Shelby Collectables

2 Sterne

Das Modell muss korrekt sein es ist aber einfach gemacht und die Detailierung ist nur grob. Typische Vertreter dieser Kategorie sind die Hersteller: Yatming, Welly, Jouef, Revell

1 Sterne

Das   sind   Modelle   im   falschen   Masstab,   willkürliche   Farbgebung   und   Ausführung,   Fehler   in   der   Karosserie usw. Typische Vertreter dieser Kategorie sind die Hersteller: Burago, Jada, Motormax, Mira

Sondermodelle und Limited Editions

Je    nach    Hersteller    wird    mit    Limited    Editions    und    Sondermodellen    gearbeitet.    Mit    Limited    Editions (Beschränkte    Herstellmenge)    will    man    die    Exklusivität    der    Modelle    erhöhen,    also    keine    Massenware produzieren.   Mit   Sondermodellen   will   man   den   Absatz,   nachdem   die   Modelle   einige   Zeit   auf   dem   Markt waren   nochmals   ankurbeln.   Sowohl   Limited   Editions   (sofern   zertifiziert)   wie   auch   Sondermodelle   sind   bei den Sammler natürlich begehrter. Autor: Marcel Alder
1964 Mustang Pace Car von Ertl 1/12
1970 BOSS 302 von Ertl 1/18 (erschienen 1991)
1976 Mustang Cobra von MPC 1/25 (erschienen 1976)
Abbildung 4 1965 Shelby GT-350 von Monogramm 1/32
1965 Fastback von Corgi 1/43 (erschienen 1966)
1968 Fastback von Minichamps 1/43 (erschienen 2010)
1965 Convertible von Viking 1/87
1966 und 1967 Shelby von Greenlight 1/64
 1968 Fastback Bullitt von Greenlight 1/18 DieCast Modell
1978 Cobra II von Revell 1/25 Plastikbausatz
1974 Ghia von NEO Scale 1/42 Resine Fertigmodell